Die Glocken der Kirche

 

 

Die älteste der vier Glocken stammte möglicherweise aus dem Jahre 1638. Nachdem sie durch falsches Anschlagen beschädigt wurde, war sie 1751 neu gegossen worden.

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In der untenstehenden Audio-Datei sind die Glockengeläute der einzelnen Glocken wie auch das Gesamtgeläute zu hören.

Die Glockengeläute stammen von (c) Hendrik Hopfenblatt 2018

 

Bitte schauen Sie sich auch das Video an unter https://www.youtube.com/watch?v=dPHIKralHyE&t=

Die Glocken

Im Turm unserer Sankt-Georgs-Kirche hängen in einem wuchtigen eichernen Glockenstuhl vier Glocken. Die größte und auch älteste Glocke stammt aus dem Jahre 1751, d. h. in diesem Jahr wurde sie ein zweites Mal gegossen, wie aus der Inschrift hervorgeht:

'ES LEBE KÖNIG GEORG DER ZWEITE DER VATER IM LANDE'

'EIN RISS NAHM MIR MEIN LEBEN,
DURCH BIEBER WURD'S MIR WIEDERGEGEBEN!
NUN REDE ICH ALL‘ THÖNEND AN:
BEKEHRT EUCH UND DENKT DARAN,
GOTT DER HERR IST SONNE UND SCHILD' - ANNO 1751

Ferner verzeichnet die Inschrift in langer Reihenfolge die Namen des damaligen Geistlichen im Ort, der Kirchenjuraten und der Adeligen:

METTA MARIA CLÜVERN, ERBHERRIN ZU CLÜVERSBORSTEL, DANIEL V. GREIFFENKRANZ, ERBHERR ZU CAMPEN, STUCKENBORSTEL UND OLDENDORF UND JOHANN FRIEDRICH BOYSEN, ERBHERR ZU MULMSHORN.

Die vorherige Glocke stammte aus dem Jahre 1638.

Am 13. Februar 1942, im Zweiten Weltkrieg, schien sich das Schicksal dieser schönen Glocke zu vollenden.

Sie mußte abgegeben und sollte für Kriegszwecke eingeschmolzen werden. Eine Firma aus Jeddingen baute sie aus und schaffte sie nach Hamburg. Doch die Glocke blieb unbehelligt und konnte zur großen Freude der gesamten Kirchengemeinde zurückgeholt werden. Das geschah im April 1948, und seitdem ruft sie die Gemeinde mit ihrem Klang wieder zur Andacht.--

Bedauerlich ist, daß die ältere Glocke aus dem Jahre 1672 im Ersten Weltkrieg eingeschmolzen wurde. Doch die Kirchengemeinde ruhte nicht bis sie dafür Ersatz geschaffen hatte.

Trotz der schweren Jahre nach dem Kriege war man 1927 am Ziel. Von der Firma F. Otto in Bremen-Hemelingen gegossen, konnte die neue Glocke am 28. August 1927 vom Bahnhof Sottrum abgeholt werden. Der Kirchenvorstand, alle Sottrumer Vereine und eine große Anzahl von Gemeindegliedem nahmen sie an der Bahn in Empfang und geleiteten sie in einem Festzug unter den Klängen des Höperhöfener Posaunenchores zur Kirche, wo Pastor Plath die Festansprache hielt.

Aus der Inschrift geht der Werdegang der Glocke hervor:

DIE ALTE GLOCKE BRACH ENTZWEI
DURCH DEUTSCHLANDS KRIEGSNOT,
NUN ABER WURD SIE WIEDER NEU
UND RUFT UNS HIN ZU GOTT.
NIE WIEDER SOLL ZERBROCHEN SEIN,
WAS FROMME KUNST GESCHAFFT,
WIR WOLLEN LEBEN FREI UND REIN,
ZU GOTTES EHR IN GOTTES KRAFT

'IM JAHRE DES HEILS 1927 IST DIESE GLOCKE

GESTIFTET WORDEN
DURCH DEN SOTTRUMER VEREIN NEW YORK, SCHATZMEISTER HERMANN KAHRS, DURCH KAUFMANN HEINZMANN, SOTTRUM, UND DURCH GEMEINDEGLIEDER SOTTRUMS: PLATH, P., H. PAPE, W. BÖSCHEN, H. BEHRENS, J. HUESING, H. DODENHOFF, H. OTTEN'

Im Jahre 1965 erhielt die Sottrumer Kirche noch zwei weitere Glocken, so daß das volle Geläut heute vierstimmig ist, und zwar in den Tönen h, fis, ais und gis. Die beiden letzteren Glocken wurden von der Firma Gebr. Rincker, Sinn i. Dillkreis, gegossen. Die eine Glocke trägt im oberen Teil folgende Inschrift:

'GOTT WIRD ABWISCHEN ALLE TRÄNEN VON IHREN AUGEN', 1965

Die zweite Glocke trägt den Spruch:

'HERR BLEIBE BEI UNS', 1965

BILDER (4)
Die Glocke von 1751

WEITERE INFORMATIONEN

Noch mehr über die alte Glocke erfahren Sie in einem Beitrag über Mette-Marie Clüver.

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