Unsere Kirche wurde im Jahre 1737 neu errichtet, nachdem das vormalige Kirchengebäude wegen Baufälligkeit abgerissen werden mußte.

Während des Dreißigjährigen Krieges waren Kaiserliche Truppen auch in Sottrum und haben im Jahre 1638 das Dorf gebrandschatzt. Dabei sind das Pfarrhaus, die Vogtei und viele  Häuser abgebrannt. Auch die Kirche wurde schwer beschädigt.

Der Turm ist mit Sicherheit, auch wenn nur noch in Teilbereichen, das älteste Bauwerk in Sottrum. Möglicherweise stammt er bereits aus dem 13. Jahrhundert, wie romanische Bauelemente vermuten lassen.

Auf den folgenden Seiten wird die Kirche im Einzelnen beschrieben. Ausgewählte Textbeiträge entnahmen wir mit freundlicher Genehmigung dem Büchlein „Die St. Georg-Kirche zu Sottrum.“

 

Über die vielfältigen Bautätigkeiten in den letzten Jahren am Turm berichtet ein besonderer Artikel. Sie finden ihn in der angehängten PDF-Datei.

 

Quellen: Die St.Georg-Kirche zu Sottrum, Heimatverein Sottrum eV.

Bilder: Gerhard Bischoff, Klaus Osmers†, Kirchenarchiv der St. Georg-Kirchengemeinde

Die St.-Georg-Kirche

Die St.-Georg-Kirche, die Legende vom Ursprung 

Über den Ursprung der Sottrumer Kirche können nur Vermutungen angestellt werden. Bislang ist kein Dokument oder auch nur ein Hinweis über ihre Gründung bekannt geworden. Desto mehr wurde der Phantasie Raum gegeben, und an die Stelle des überlieferten Wissens trat die Legende. Sie erzählt:

"Die Einwohner Sottrums wollten ihrem neuen Christengott ein Haus bauen, wußten jedoch nicht an welchem Ort sie dieses Heiligtum errichten sollten. Sie forderten eine Gottesentscheidung und ließen daher in einer Nacht einen Stier aus dem Stall. Wo dieser sich niederlegen würde, mußte nach Gottes Willen die Kirche erbaut werden.

Am Morgen fand man den Stier mitten in einem Sumpf der Wiesteniederung liegen. Sie betrachteten diese Entscheidung als eine Prüfung Gottes und scheuten keine Mühe, den Sumpf mit Sand zu füllen.

Aber - oh Schrecken - ein furchtbarer Drache blies des Nachts den Sand fort. Alle Arbeit war vergebens, bis der mächtige Ritter Georg Hilfe versprach und in einem furchtbaren Kampf den Drachen erschlug. Aus Dankbarkeit für diese edle Tat erhielt die nun entstehende Kirche den Namen Sankt-Georgs-Kirche. So berichtet die Sage"

Eine eigentliche verbürgte Geschichte der Sottrumer Kirche kann natürlich erst mit dem Zeitpunkt einsetzen, an dem eine erste schriftliche Nachricht über ihr Bestehen uns überkommen ist. Die bisher älteste Urkunde, in der Sottrum erwähnt wird, stammt aus dem Jahre 1205, als der Verdener Bischof Iso sein Amt antrat. In dieser Urkunde wird auf den 'archidiaconus sutherum' verwiesen. Unter dieser Bezeichnung ist der oberste Diener des Bischofs zu verstehen, dem das Gebiet von Selsingen im Norden bis Neuenkirchen im Süden unterstellt war. Er bekleidete damals ein wichtiges und einflußreiches Amt, das nur einem Verdener Domherrn verliehen wurde. Der Archidiakon war Gebieter in seinem Sprengel und Gerichtsherr über die Geistlichen und Laien in Kirchenzucht und Glaubensfragen. Er maßte sich auch die Entscheidung in nahezu allen weltlichen Streitfällen an.

Es ist demnach zu vermuten, daß die Sottrumer Kirche wegen ihrer Bedeutung schon lange vor dem Jahre 1205 bestanden hat.

Der Name der Kirche wird im Jahre 1350 erstmalig erwähnt. In einer Schenkungsurkunde heißt es: " ... in de Ehre un Prise des allmechtigen Goodes um hilligen St. Georgii..."

 

 

 

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WEITERE INFORMATIONEN

Über die vielfältigen Bautätigkeiten in den letzten Jahren am Turm berichtet der obige Artikel.