Fragen an Benjamin Faber

Sie sorgen für Töne, Klang und Atmosphäre in den Gemeinden – die Kirchenmusiker. Künstler sind sie, Pädagogen, Theologen, Veranstalter und Standbein des Gemeindelebens. Vielleicht mehr als das gesprochene Wort erreicht das musizierte Wort die Seele. Was treibt die „unsere“ Musiker an? Achtzehn Fragen haben wir ihnen gestellt.

Benjamin Faber

Worauf kommt es Ihnen als Chorleiter an?
Möglichst allen, die Lust haben in Gemeinschaft zu singen, die Teilhabe zu ermöglichen und sie dort abzuholen, wo sie sind.

Was ist für Sie gute Musik?
In erster Linie Musik, die mich berührt und bewegt.

Welche Musik und/oder welcher Musiker inspiriert Sie?
Marco Beasley. Ed Sheeran. Bach.

CD oder Spotify?
CD.

Kopfhörer oder Lautsprecher?
Lautsprecher.

Klatschen in der Kirche – was halten Sie davon?
Na klaro.

Unplugged oder mit elektrischer Verstärkung?
Wenn möglich, unplugged – aber im Zweifelsfall lieber mit Verstärkung.

Auswendig oder mit Noten musizieren?
Kommt sehr drauf an – wenn die Musik bis ins kleinste Detail verinnerlicht ist, ist auswendig toll. Wenn das nicht geht, dann lieber mit Noten.

Verstärker, Lautsprecher, Mikrophone: Hilfe oder Ärgernis?
Kommt auch sehr drauf an – wenn ich mich selber drum kümmern muss, jedes Mal eine Hilfe mit Ärgernis über den großen Aufwand. Wenn sich wer drum kümmert, der weiß was er tut und was ich will: großartig!

EG (Evangelisches Gesangbuch) oder neue geistliche Lieder?
In beiden Kategorien finden sich schöne und auch weniger schöne Lieder, aber Tendenz eher: neue geistliche Lieder.

Gibt es einen Qualitätsunterschied zwischen „klassischer“ Kirchenmusik und populärer Kirchenmusik?
Ich denke, sowohl im E- als auch im U-Bereich findet man Qualität von bis.

Richtig oder falsch: Lieber falsch als gar nicht singen.
Immer singen. Falsch und richtig ist meistens nur eine Frage der Übung und/oder der passenden Tonhöhe.

Sonntagmorgen als ganz normaler Gottesdienstbesucher: Freuen Sie sich aufs Singen?
Immer!

Gibt es Musik, die Sie ablehnen?
Natürlich habe ich Vorlieben und auch Musik, die ich nicht besonders mag – aber wirklich ablehnen tue ich Musik nur dann, wenn ich den Text nicht ertragen kann. So es denn einen gibt. 

Wie reagieren Sie wenn jemand sagt: „Ich bin total unmusikalisch“?
Ich frage nach, warum die Person das denn denkt.

Muss man auch Musikhören üben?
Kann man. Muss man aber nicht.

Benjamin Faber (42) ist als freischaffender Musiker hauptsächlich als Gitarrenlehrer tätig. Er leitet die Kinder- und Jugendchorgruppen sowie den auf aktuelle Pop- und Rockmusik ausgerichteten „Rockochor“ der Sottrumer Kirchengemeinde St. Georg. Außerdem ist er Mitbegründer und musikalischer Leiter der Gruppe „Wildes Blech“.

 

 

 

 

WEITERE INFORMATIONEN